Auf den Felsen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort freudig aufnehmen, wenn sie es hören; aber sie haben keine Wurzeln: Eine Zeit lang glauben sie, doch in der Zeit der Prüfung werden sie abtrünnig.

Lukasevangelium 8,13

Ich nehme an, dass Ihr größtenteils Menschen seid, die in die katholische Kirche als Kinder hineingetauft wurden. Was sagt Ihr den vielen Konvertiten, die die Lehre der Kirche für richtig befunden und sich deshalb für sie entschieden haben?

Wenn die katholische Kirche nicht mehr Garant für die Wahrheit ist, sondern potentiell die Möglichkeit besteht, dass sie sich in den letzten 2000 Jahren geirrt hat, wie könnt Ihr dann sicher sein, dass Eure angestrebten Veränderungen in der Wahrheit sind und nicht Ihr im Irrtum liegt?

Wenn die katholische Kirche nicht mehr Garant für die Wahrheit ist, warum seid Ihr nicht schon viel früher in eine andere Konfession gewechselt, die aus Eurer Sicht die Wahrheit hat?

Daran anschließend, welchen Grund sollte es geben, Glied der katholischen Kirche zu werden, wenn sie sich 2000 Jahre lang geirrt hat und deshalb, konsequent gedacht, auch die Veränderungen, die ihr anstrebt, nicht gesichert irrtumsfrei sind?

Wenn die Kirche nicht mehr gesichert auslegen kann, was Sünde und Laster ist, ja Eurem Anliegen nach viele Sündenkataloge überarbeitet werden müssten, wie soll der gläubige Katholik wissen, was er beichten muss und was nicht?

Habt Ihr durch Eure Beiträge, die Ihr darlegt, nicht schon jetzt die gewöhnlichen Katholiken darin verunsichert, ob sie zur Beichte gehen sollten oder nicht; darin verunsichert, was moralisch geboten und was abzulehnen ist?

Wird es zukünftig einen Grund geben, Glied der katholischen Kirche zu werden? Ist die protestantische Kirche nicht eine viel bessere Option, wenn doch die Tradition der katholischen Kirche Eurer Ansicht nach irrt?