Seht, welche Liebe uns der Vater geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es.

1 Joh 3,1

Was aber heißt es, Kind Gottes zu sein? Wir können uns nicht mit Formalitäten aufhalten. Ein Kind wird immer das Kind des Vaters bleiben, aber jede Beziehung kann Schaden nehmen. Nicht weil die Liebe des Vaters durch etwas zerstört werden könnte, diese ist immer vorhanden. Trotzdem kann unsere Beziehung Schaden nehmen. Denn wissen wir, was Gott für uns getan hat, dann wollen wir uns doch bemühen, gute Kinder Gottes zu sein, unsere Gemeinschaft mit Gott zu pflegen und die Beziehung zu erhalten. Wir möchten uns dem Vater häufig offenbaren, ehrlich mit ihm sprechen, an ihn denken. Was wir wollen, eine lebendige Beziehung zum Vater, keine minimalistische, die nur danach fragt: Was muss ich tun? Am heutigen Tag der unschuldigen Kinder gedenken wir den in Bethlehem Neugeborenen und auf Geheiß König Herodes ermordeten Kinder nach der Geburt Jesu. Wir müssen an die vielen unschuldigen Kinder denken, die auch heute noch getötet werden. Wir können an diesem Tag auch daran denken, ob wir so geworden sind, wie der Herr es von uns möchte, ob wir unschuldige Kinder sind: „werdet wie die Kinder“ (Mt 18,3). Sind wir bereit, gute Kinder Gottes zu sein, jeden Tag umzukehren, uns mit Gottes Gnade gegen den alten Gewohnheitsmenschen zu stellen ? Oder töten wir das unschuldige Kind tagtäglich in uns durch Egoismus und Sünde?